Raumluft- und Prozesslufttechnik

Messehalle 3, Frankfurt



Aufgabe
Messehallen sind aufgrund der Beleuchtung und der hohen Personendichte thermisch hoch belastet und erfordern effiziente Belüftungs- und Kühlkonzepte. Klassische Nur-Luft-Klimaanlagen, wie sie bisher bei Messebauten eingesetzt wurden, benötigen großen Einbauraum für Lüftungszentralen, Luftkanäle und Luftauslässe. Bei der von dem namhaften Architekten Nicolas Grimshaw entworfenen Messehalle 3 wurden die bekannten hohen Anforderungen noch gesteigert und abzuführende Kühllasten von bis zu 200 W/m_ verlangt. Das architektonische Konzept führte zur Optimierung der Nutz-/Verkaufsflächen und vermied daher große Zentralen. Daher wurden von Kuehn Bauer Partner -kbp- neue Konzepte zur Klimatisierung gesucht.

 

Lösung
Erstmalig wurde ein Luft-Wasser-System für hohe Hallen nach dem Induktionsprinzip entwickelt und realisiert. Bei ausreichender Frischluft-Versorgung werden zwei Drittel der thermischen Lasten dezentral durch ein Wassersystem abgeführt. Die Induktionsgeräte sind entlang Technikbrücken innerhalb der Halle in Höhen von 12 - 15 m aufgehängt. Durch stufenlose Verstellung der in den Geräten installierten Luftauslässe kann die Eindringtiefe der Zuluftstrahlen der Raumlast angepasst werden.

 

Das Konzept und System entstand im Auftrag und in Zusammenarbeit mit den Fachplanern Kuehn Bauer Partner aus München. Im LTG-Labor wurde das System in Modellversuchen nach den Kriterien minimales Geräusch, hohe kalorische Leistung und gute Raumströmung getestet und optimiert. (Ausführungsplanung: HL-Technik, Frankfurt, GU: HOCHTIEF AG).


Vorteil
Induktionsgeräte zur Belüftung und Klimatisierung großer Hallen sind bei hohen Kühllasten wirtschaftlicher und flexibler als reine Nur-Luft-Systeme.
 


 
 
 
 
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